Frauenbüro

Frauenbüro der Wissenschaftsstadt Darmstadt

Frauenbüro der Wissenschaftsstadt Darmstadt

Sexismus in der Werbung:

“Nichts für Frauenhände”

Die vorliegende Arbeit ist auf Initiative des Praxislabors der TU Darmstadt und in Zusammenarbeit mit dem Frauenbüro der Wissenschaftsstadt Darmstadt entstanden. Anlass für diese Untersuchung war die Ausstellung „Der Frauenzoo in der Werbung“ im September 2007. Zentrale Fragestellungen an diese Untersuchung waren: • Wie wird diese Werbung tatsächlich in der Bevölkerung wahrgenommen? • Inwiefern sehen die Befragten Handlungsbedarf seitens der Politik (bspw. durch die Problematisierung diskriminierender Werbung)? • Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Pädagogik und deren Handlungsfelder (bspw. Schule)?

Markanteste Ergebnisse waren, dass sich 95% der Befragten die in der Werbung gezeigten Frauenbilder nicht als Vorbild für ihre Tochter, Freundin oder Nichte wünschten. Ebenso fühlte sich der Großteil der Befragten von sexistischer Werbung abgestoßen oder belästigt und wollte die Thematik auch problematisiert wissen. Hierzu nannten sie als mögliches institutionelles Handlungsfeld oft Schule. Unsere zwingendste Konsequenz bestand in der Erkenntnis, dass die Abbildungen gegen die Menschenrechte verstoßen und seitens der Bevölkerung der Wunsch nach Veränderung besteht. So lässt sich keinesfalls rückschließen, dass Werbung nur vorhandene Strukturen widerspiegelt, sondern dass sich diesbezüglich sogar der Wunsch nach einem Aufbrechen stereotyper Rollenbilder ablesen lässt. Hier müssen durch das gezielte Eingreifen der Politik neue Handlungsspielräume (auch für die Pädagogik) geschaffen werden, die wir konkret in einem Empfehlungskatalog benennen.

Erhebung zu Computerangeboten für Kinder- und Jugendlichen in Darmstadt

Auch auf dieser Grundlage wurden nunmehr Maßnahmen entwickelt, die Mädchen bei einer Berufswahl im IT-Bereich unterstützen.