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Gendersensible Unterrichtsgestaltung: Entwicklung videographierter Unterrichtssequenzen

  • Dozent_in: Florian Cristobal Klenk
  • Zeit: Freitag, 13:30 bis 15:10 Uhr
  • Ort: S1|03, Raum 107
  • Teilnehmer/innenbegrenzung: 35
  • Wichtige Links: TUCaN
  • Datum der ersten Veranstaltung: 18.10.2013

Seminarbeschreibung:
Welche Rolle spielt die Kategorie Geschlecht im Schulalltag? Woher kommen die Unterschiede zwischen Schülern und Schülerinnen? Gibt es sie überhaupt? Wie groß ist der Anteil der Lehrenden an der Herstellung dieser Unterschiede? Was versteht man unter gendersensibler Methodik und Didaktik? Und wie kann man in schulischen Interaktionsprozessen genderkompetent agieren?

Neben einführenden theoretischen Aspekten der Frauen- und Geschlechterforschung liegt der Schwerpunkt des Seminars auf dem Kontext Schule und Unterricht.

Konzeptionen und Methoden gendersensibler Unterrichtsgestaltung sowie deren historische Entwicklung sollen zu Beginn der Veranstaltung erarbeitet, betrachtet und beurteilt werden. Die Studierenden sollen unterschiedliche Handlungsoptionen zur gendersensiblen Unterrichtsgestaltung kennenlernen sowie deren Umsetzungsmöglichkeiten kritisch reflektieren. Daran anschließend richtet sich der zweite Schwerpunkt des Seminars auf die Analyse schulischer Interaktionsprozesse. Die angehenden Lehrer_innen sollen eigene und fremde Anteile an schulischen doing gender Prozessen erkennen können und alternative Interaktions- und Kommunikationsoptionen in Rollenspielen erproben.

Gemeinsam mit Dr. Jens Gallenbacher (Fachdidaktik Informatik) und Yvonne Schulze (Regie, Kamera und Produktion) erhalten die Studierenden zudem eine Einführung in Methoden und Techniken des filmischen Arbeitens. Sie erlenen wie man ein richtiges Drehbuch schreibt und was man beim Dreh eines Kurzfilmes alles beachten muss. Ausgewählte Fallbeispiele sollen danach gemeinsam aufbereitet und an einem Blocktermin mit Schülern und Schülerinnen verfilmt werden. Die so gewonnen Erfahrungen und Kurzfilme werden anschließend diskutiert und gemeinsam nachbereitet.

Ziel des Seminars ist es, angehende Lehrer_Innen für schulische Genderaspekte – insbesondere in Interaktionsprozessen- zu sensibilisieren und sie bei der Entwicklung ihrer Genderkompetenz, verstanden als selbst-/ reflexive Kompetenz, zu unterstützen.

Vorraussetzungen für die Teilnahme:

  • Offenheit, Neugier, Toleranz und Diskussionsfreude
  • Bereitschaft zur Textlektüre
  • Bereitschaft zur aktiven Teilnahme an Rollenspielen
  • Freude an filmischer Arbeit